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Festspielblog

Tagung der „Arbeitsgemeinschaft Zehn deutschen Festspielorte“ in Bad Hersfeld

festspieltagung2018Einmal im Jahr kommen die Leitungsteams der zehn großen Freilichttheater Deutschlands in einer anderen Festspielstadt zusammen, um sich in der „Arbeitsgemeinschaft der Zehn Deutschen Festspielorte“ auszutauschen. Vergangenen Donnerstag, 8. November, wurden der Intendant der Gandersheimer Domfestspiele, Achim Lenz, sowie die Dramaturgin Jennifer Traum in Bad Hersfeld begrüßt.

Resümee der Spielzeit 2018

In der vergangenen Theatersaison erlebten rund 666.000 BesucherInnen in Bad Gandersheim, Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Ettlingen, Feuchtwangen, Jagsthausen, Mayen, Rathen, Schwäbisch Hall und Wunsiedel professionelles Theater unter freiem Himmel, 33.000 mehr als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Auslastung lag damit knapp über 80 Prozent. Als Trend kristallisierten sich vor allem die Musicalaufführungen mit weit über 90 Prozent Auslastung heraus. Besonders begehrt waren auch Karten für Komödien und Kinderstücke. Jugendstücke seien hier jedoch noch weiter ausbaufähig. Das klassische Schauspiel bringe im Moment die geringste Quote.

Eine neue Generation

Vor allem in den jeweiligen Leitungspositionen hat sich viel getan. Zahlreiche Intendantenwechsel sorgen für eine neue, deutlich jüngere Generation an FestspielleiterInnen, die mit frischen Wind und neuen Ideen die Zukunft des Freilichttheaters prägen wollen. Mit Birgit Simmler (Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel) und Solvejg Bauer (Schlossfestspiele Ettlingen) sind inzwischen auch zwei Frauen Künstlerische Leiterinnen ihrer Festspiele.

Theaterneubauten und Umbauten in zahlreichen Festspielstädten

Um für zukünftige Herausforderungen gerüstet und auch langfristig für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, finden derzeit an fast allen Spielorten Baumaßnahmen statt. So wird derzeit bei den Kreuzgangfestspielen in Feuchtwangen eine zweite Spielstätte für rund 2,5 Millionen Euro komplett umgebaut. Die Freilichtspiele in Schwäbisch-Hall investieren hingegen in einen Theaterneubau. Beide Spielspätten sollen bereits in der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen. Rund 5 Millionen Euro planen beispielsweise die Hersfelder Festspiele und die Burgfestspiele Bad Vilbel für Umbaumaßnahmen rund um den Festspielbetrieb ein, darunter jeweils ein neuer Gebäudekomplex, der unter anderem Probenräume und Werkstätten beherbergen soll. Auch die Gandersheimer Domfestspiele investieren im sechsstelligen Bereich in den Bau neuer Probenräumlichkeiten.

 Wertschöpfung der Festspiele für die Stadt

Wie Festspiele der Wirtschaft einer Region nutzen können, schilderte Prof. Dr. Jan Drengner von der Universität Worms in einem Impulsvortrag. Er berichtete von seiner Studie bei den Bad Hersfelder Festspielen im Jahr 2017, in denen die Wertschöpfung der Festspiele für die Stadt Bad Hersfeld untersucht wurde. Die Studie kam zum Ergebnis, dass allein durch sogenannte „Event-Touristen“, die spezifisch für einen Theaterbesuch anreisten, sowie durch Mitarbeiter der Festspiele eine Gesamt-Wertschöpfung von rund 6,5 Millionen Euro für Bad Hersfeld generiert worden sei. Nicht berücksichtigt seien dabei weitere positive Faktoren der Festspiele für die Stadt, etwa die kulturelle Bereicherung des öffentlichen Lebens oder die Erhöhung der Attraktivität des Standorts Bad Hersfeld. Die Höhe der Wertschöpfung zeige deutlich, dass die jährlich investierten Zuschüsse der Stadt Bad Hersfeld – in der untersuchten Spielzeit 2017 in Höhe von 1,81 Mio. Euro – ganz unabhängig vom künstlerischen Wert auch wirtschaftlich gut investiertes Geld seien.

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