Bei der Winter-Matinee die Vorfreude auf Musical Hello, Dolly! geweckt

Die Temperaturen haben aus der Winter-Matinee erneut fast eine Frühlingsveranstaltung gemacht: Zum Wiedersehen nach der dunklen Jahreszeit konnte die 2. Vorsitzende des Fördervereins der Gandersheimer Domfestspiele, Ilka Brodtmann, mit ihrem Vorstand rund 95 Gäste im Probenzentrum begrüßen. Sie alle eint die Neugierde und Vorfreude auf den Theatersommer vor der Stiftskirche. Im Mittelpunkt stand das diesjährige Musical „Hello, Dolly“, die zweifache Roswitharing-Trägerin Nadine Kühn spielt in diesem Jahr unter anderem die Titelrolle in „Hello, Dolly“ und gab einen ersten Vorgeschmack.

„Diese Matinee ist ein bewusst gesetztes Zeichen, wir warten nicht bis Juni, bis die Scheinwerfer vor dem Portal der Stiftskirche wieder angehen, wir haben Vorfreude schon jetzt und vernetzen uns“, sagte Bürgermeister Niklas Kielhorn. Das Motto „Was wäre wenn“ sei eine Einladung, neugierig zu bleiben, mutig zu träumen, Möglichkeiten zuzulassen. „Und dann machen wir’s.“ Damit jedes Jahr aus einer Idee ein Premierenabend werden könne, brauche es starke Partner wie den Förderverein. Kielhorn sagte Dank für den Rückhalt durch den Vorstand und die Mitglieder.

„Schön, dass wir Ihnen ein paar erste Einblicke geben können“, sagte Intendant Achim Lenz zur Begrüßung der Matinee. Das künstlerische Programm des Sonntagmittag stand im Zeichen des Broadway-Musicals „Hello, Dolly!“, das am 3. Juli Premiere haben wird. Die „Dolly“ des kommenden Sommers, Nadine Kühn, präsentierte mit dem musikalischen Leiter Ferdinand von Seebach erste Ohrwürmer. Sie berichtete auch, wie ihr die Rolle angeboten worden sei vom Intendanten. Meist werde die „Dolly“ älter besetzt im Musical, aber Barbra Streisand war in der Verfilmung auch jünger. Das Vertrauen ehre sie, „ich freue mich riesig“.

Mehrere Szenen aus „Hello, Dolly!“ haben Dramaturgin Jennifer Traum, Nadine Kühn und Achim Lenz gelesen. Der musikalische Leiter der Festspiele, Ferdinand von Seebach, las auch mit, und verriet, wie es ihm gelingt, die eigentlich für großes Orchester geschriebene Musik des Musicals auf die Band der Gandersheimer Domfestspiele anzupassen. „Hello, Dolly“ habe eine Menge großartiger Melodien, die man so arrangieren könne, dass die Domfestspielband sie mit Farbe und Energie spielen könne.

Lesen Szenen aus dem Musical „Hello, Dolly!“ (v.l.): Ferdinand von Seebach, Jennifer Traum, Nadine Kühn, Achim Lenz.

Fotos: Frank Bertram / Gandersheimer Domfestspiele gGmbH