Pressestimmen zu Hello, Dolly

Mit „Hello, Dolly!“ präsentieren die Gandersheimer Domfestspiele einen der größten Klassiker des Broadway: sprühend vor Witz, voller Charme und mitreißender Musik. Im Mittelpunkt steht die unvergessliche Dolly Gallagher Levi, ein Heiratsvermittlerin, Lebensberaterin, Geschäftsfrau und Meisterin darin, überall ihre Hände im Spiel zu haben. Wenn Dolly beschließt, selbst nach dem großen Glück zu greifen, entfaltet sich eine turbulente Geschichte um Liebe, Geld, Missverständnisse und den Mut, das Leben in die Hand zu nehmen.

Das schreibt Jörg Linnhoff im Göttinger Tageblatt (04.07.2026):

Zu „Hello, Dolly!“ entführte das Ensemble die Besucherinnen und Besucher vor der stimmungsvollen Kulisse der Stiftskirche mit einem farbenfrohen, humorig, mitreißenden Tanz- und Sing-Spektakel mitten hinein in das New York um die Jahrhundertwende. (…) Von Beginn an beeindruckend inszeniert sind die schwungvollen Tanz- und Gesangseinlagen im großen Ensemble, begleitet von einem unter der Leitung von Ferdinand von Seebach großartig aufspielenden Orchester. Die Darstellenden vollbringen unter der Regie von Rita Sereinig eine beachtenswerte Leistung und werden abschließend minutenlang mit stehendem Applaus gefeiert.

Das schreibt Christof Krieg in HNA (06.07.2026):

Rita Sereinigs Inszenierung von „Hello, Dolly!“ vertraute auf Tempo, Farbe, Spielwitz und die unmittelbare Kraft der Musicalform – ein Ansatz, der vor der historischen Kulisse des Doms überzeugend aufging. Die Regisseurin, erfahren in großen Musical- und Revue-Produktionen, zeigt ihr Gespür vor allem in der präzisen Personenführung und im sicheren Timing der Ensembleszenen. Aylin Kaip (Ausstattung) siedelt das Geschehen stimmig im ausgehenden 19. Jahrhundert an, ohne es museal erstarren zu lassen. (…) Besondere Aufmerksamkeit verdient das Serviceteam im „Harmonia Gardens“: Angeführt von Rudolphine als resolut-mondäner Oberkellnerin treibt der rasante „Waiters’ Galop“ das Ensemble zu akrobatischen Höchstleistungen. Die sehnsüchtig erwartete Titelnummer „Hello, Dolly!“ im Foxtrott-Rhythmus wird schließlich zum choreografischen Gipfel des Abends. So nutzt diese Produktion Musik und Tanz, um mehr zu erzählen als eine heitere Heiratsgeschichte: Geiz, auch der emotionale, macht einsam; Lebensfreude braucht Großzügigkeit. Das ist nicht neu, aber an diesem Abend hinreißend wirksam.

Das schreibt Anna-Virginia Kühne in Bühnenlichter.de (06.07.2026):

In Bad Gandersheim hat Regisseurin Rita Sereinig ganze Arbeit geleistet. Ein Hauch Wiener Eleganz schwingt über dieser Inszenierung, aber nicht nur das. (…) So hat Sereinig in dieser Neuinszenierung nicht nur die Handlung gestrafft, sondern auch modernisiert. Hier sind die handlungstragenden Figuren alle jünger als im Original und für die verwitwete Dolly steht nicht das Geld im Vordergrund, sondern der Traum nicht mehr alleine zu sein. (…) Rita Sereinigs Inszenierung ist flott, modern, verjüngt, zeitlos und bindet das Publikum nicht nur einmal mit ein. Die dritte Wand wird mehrfach durchbrochen, wenn das Ensemble oder einzelne Darsteller durch den Zuschauerraum ihren nächsten Auftritt nehmen. Vielleicht steckt einem sogar Dolly persönlich ihre Visitenkarte zu. (…) Das Ensemble harmoniert von der ersten bis zur letzten Position und hat eine Spielfreude, die ansteckend ist.

Das schreibt Jörg Beese in DaCapo-Musicalmagazin (07.07.2026):

In Bad Gandersheim feiert die gebürtige Wienerin Rita Sereinig mit „Hello Dolly“ nun ihre Premiere als Regisseurin bei den Domfestspielen. Und diese kann man durchaus als gelungen bezeichnen, denn die Aufgabe, ein Musical, dass eigentlich auf ein großes Orchester und viel Broadwayflair angewiesen ist, mit wenigen Mitteln auf die kleine Fläche vor der Stiftskirche zu adaptieren, ist schon ziemlich anspruchsvoll. Doch die knapp zwei Stunden lange Inszenierung, wie immer bei den Domfestspielen ohne Pause durchgespielt, nimmt immer mehr Fahrt auf und überzeugt gerade in der zweiten Hälfte, wo die Gags intensiver greifen und auch die Shownummern an Fahrt aufnehmen. (…) Gerade in Sachen Optik, Humor und vor allem Ensemble ist dieses Musical einen Besuch wert.

Das schreibt Tina Fibiger in Gandersheimer Kreisblatt (08.07.2026):

Temperamentvoll entfaltet sich der Broadwayklassiker schon mit den ersten musikalischen Motiven in den Arrangements von Ferdinand von Seebach und seiner Band. In den rosafarbigen Bühnenelementen von Aylin Kaip, die der Skyline New Yorks nachempfunden sind, spiegelt sich auch das romantische Flair, in das die Figuren an diesem Abend verwickelt werden. Zum Empfang der couragierten Heldin schwärmen sie in einer dieser schwungvollen Choreografien von Dominik Müller aus, der der gewitzten Heiratsvermittlerin als Heiratskandidat noch einiges an Turbulenzen verschaffen wird, weil sie ihn am liebsten für sich gewinnen möchte. (…) Regisseurin Rita Sereinig hat ihr Ensemble wunderbar auf die heimlichen und die offenen Sehnsüchte ihrer Figuren eingestimmt, die in „Hello Dolly!“ ihren armseligen Verhältnissen ebenso trotzen wie einem Alltag, der nicht viel zu versprechen scheint, oder wie sie jetzt ihren Lebenshunger leben, bei dem die ein oder andere Mutprobe fällig ist. Davon erzählen sie mit viel Enthusiasmus und beflügeln sich in den farbenfroh verspielten historischen Kostümen gemeinschaftlich in ihrer Spielfreude, zusammen mit der Band, die „Hello Dolly!“ auch zu einem musikalischen Vergnügen macht.

Schlussapplaus bei der Premiere von „Die acht Frauen“ am 3. Juli 2026.

Foto: Gandersheimer Domfestspiele gGmbH / Frank Bertram